CUSS


CUSS. Photo via City Press
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Das Kollektiv CUSS reagiert auf kommerzielle, kulturelle und technische Superhybridität im heutigen Südafrika und darüber hinaus. Ihre Installation mit dem Titel „Triomf Factory Shop“ wirkt auf den ersten Blick wie ein Laden, der verschiedene Waren zum Verkauf anbietet: ein Parfum, Bier und LCD-Monitore, auf denen eine Fernsehprogramm läuft. Sie alle sind eigens in Auftrag gegebene Arbeiten anderer südafrikanischer KünstlerInnen. Das Lokal dient als virtuelle „Fassade“ für ein Hinterzimmer, in dem ein Programm an Live-Performances produziert wird. Diese Veranstaltungen werde unter Ausschluss der Öffentlichkeit hinter verschlossenen Türen gefilmt, allerdings in den vorderen Ladenbereich gestreamt. Das Ladenlokal der CUSS thematisiert nicht nur auf die Diskrepanz zwischen offizieller Darstellung und kreativer Arbeit, sondern spielt auch darauf an, dass im Kontext von städtischen und nationalen Interessen – den Triebkräften von Biennalen – die TeilnehmerInnen auch BotschafterInnen, gleichsam Exporte oder EmigrantInnen kultureller Öffnung inmitten einer globalisierten, wenngleich immer noch nationalstaatlich ausgerichteten Kreativwirtschaft sind.