Ausstellungen

1884 to 1915- an artistic position

National Art Gallery of Namibia, Windhoek, Namibia
05 Feb 2016 - 12 Mar 2016

Courtesy: Hentie van der Merwe
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1884 – 1915 sind die Eckdaten des deutschen Kolonialismus in Namibia, eine dunkle Epoche in der langen Geschichte der Völker Namibias. Dabei begann der Einfluss der europäischen Kräfte schon vor 1884. Die Ausstellung ist ein erster Versuch, mit künstlerischen Mitteln sich diesem Kapitel der Geschichte zu nähern.

Mit: Diana Arce, Matthias Beckmann, Berlin Postkolonial, Tahir Della, Melody Laverne Bettencourt , Nicola Brandt , Ondrej Brody & Kristofer Paetau, Judith Egger, Thomas Eller, Abrie Fourie, Tim Huepschle, Phillip Luhl, Nicky Marais, Philip Kojo Metz, Moholi Ndikung, Veico Ponofi & Nambahu Karina, Oliver Ressler, Spunk Seipel, Eric Schnak, Papa Shikongeni, Andrew van Wyk, Ella Ziegler

In der Ausstellung zeigen Künstler aus Namibia und aus Deutschland Arbeiten, wie man mit dem deutschen Kolonialismus, seine Verbrechen und die Verletzungen, die er bis heute hinterlassen hat, umgehen kann. Bis heute ist der Einfluss des deutschen Kolonialismus im Alltag in Namibia zu sehen. Auch in Deutschland sind die Erinnerungen nicht verschwunden, auch wenn sie nicht so sehr ins Auge fallen mögen.
Die Besetzung von „Süd West Afrika“ begann mit einer komplizierten politischen und wirtschaftlichen Geschichte, die verschiedene Konstellationen im Deutschen Reich spiegelt. Unterschiedliche Wünsche und Vorstellungen spiegelten sich Ende des 19. Jahrhunderts in Bezug auf die Schaffung einer Kolonie. Im Laufe der letzten hundert Jahre wurden, je nach politischer und gesellschaftlicher Sicht, die eigene Kolonialgeschichte in Deutschland unterschiedlich bewertet. Erst 2004, als der Völkermord an den Herero und Nama sich zum hundertsten Mal jährte, wurde auf Initiative seitens der Herero und Nama, sowie einige sehr weniger deutscher Gruppen und Einzelpersonen ein Bewusstsein in Deutschland für die Verbrechen des deutschen Kolonialismus geschärft. Dennoch wird die Angelegenheit in Deutschland noch immer als politisch heikel empfunden und echte Bekenntnisse zur historischen Schuld bleiben bis heute aus.
Kein Wunder, dass es noch keine Ausstellung von Künstlern zu diesem Thema gab, ja, dass es kaum Künstler gibt, die sich mit diesem Thema befassen.

Die Ausstellung zielt darauf ab, diese Lücke zu füllen. Aber solch ein schwieriges Thema muss von beiden Seiten behandelt werden, von namibischen wie deutschen Künstlern. Sie sollen ihre eigene, subjektive Sicht auf die Geschichte zeigen, ohne dass sie Historiker sind. Gerade die Kunst kann neue Anregungen und Ideen für eine weiterführende Diskussion geben und auf unterschiedlich wahrgenommene Probleme aufmerksam machen.

Die Ausstellung zeigt Arbeiten in unterschiedlichen Techniken und Medien. Vor allem aber wird die Ausstellung Kunstwerke zeigen, die von den Ursprüngen des deutschen Kolonialismus bis zu seiner Aufarbeitung heute reicht.

Es ist eine Ausstellung, die keine definitive Aussage über dieses schwierige Kapitel der Geschichte geben kann, aber aufzeigt, wie wir alle damit umgehen können. Die Ausstellung soll als Anregung für weitere Kunstprojekte dieser Art dienen.

Kuratoren: Helen Harris und Dr. Spunk Seipel

nagn.org.na

 

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